Juni 2026
Anleitung
Material: verschiedene Kartenspiele, z.B. MauMau, Domino, Uno (Flip), Rage, Quirkle, Rommé, Skip.Bo, Quartett, etc.
Vorbereitung: Gruppentische (je nach Anzahl der Kartenspiele) stellen, leere Ergebniskarten (z.B. Papier im Format A6 oder Karteikarten) und kleine farbige Klebepunkte in zwei Farben (z.B. Rot und Grün) besorgen, Stoppuhr (z.B. zentral für alle an der Tafel oder individuell an den Gruppentischen auf dem Handy) bereitstellen;
Durchführung:
- Die Schüler:innen beschriften zunächst ihre Ergebniskarten mit ihrem Namen und einer Tabelle, in der die verschiedenen angebotenen Spiele in der ersten Spalte notiert werden. In der zweiten Spalte werden dann die Spielpunkte notiert. Unten sollte Platz bleiben für einige Klebepunkte.
- Dann begeben sich die Schüler:innen an einen der Gruppentische, auf denen die Spiele (und ggf. Anleitungen - bei fortgeschrittenen Lernenden durchaus in der Fremdsprache) liegen. Um die Lerngruppe mehr zu mischen, können die Plätze auch ausgelost werden. Die Anzahl der Spieler:innen richtet sich nach dem jeweiligen Spiel.
- Die Lehrkraft (oder jeweils ein:e Schüler:in am Tisch mit einem mobilen Gerät) startet die Stoppuhr an der Tafel und legt somit die Zeit für die erste Spielrunde fest (bewährt haben sich 10-15 Minuten - je nachdem, ob die Schüler:innen die Spielregeln bereits kennen oder nicht).
- Nun kommt der Clou, um die Fremdsprache ins Spiel zu bringen: Die Lehrkraft begibt sich nacheinander für jeweils einige Minuten (die Zeit liegt in eigenem Ermessen) an die Gruppentische. In dieser Zeit muss ausschließlich die Fremdsprache genutzt werden, was mit grünen Punkten (fürs Einhalten der Regel, für ausführliche Erklärungen innerhalb der Gruppe, für sprachlich gute Formulierungen, etc.) honoriert wird. Rote Punkte gibt es fürs Nicht-Einhalten der Regel, d.h. wenn Deutsch (oder andere Sprachen) verwendet werden. Die Punkte werden einfach auf die Ergebniskarten der Schüler:innen geklebt. Später beeinflussen die roten und grünen Punkte die Gesamtwertung des:der einzelnen Spielers:in. Dies bringt die durchaus interessante Komponente ins Spiel, dass schlechte Spielergebnisse durch gute sprachliche Performanz ausgeglichen - aber auch umgekehrt, dass gute Ergebnisse durch Nicht-Einhalten der Regel verschlechtert werden können.
- Nach Beendigung der Spielzeit am Tisch, werden die Punkte ausgewertet, egal, ob die Runde beendet wurde oder nicht (hier wird die Anzahl der auf der Hand behaltenen Karten berücksichtigt). Der:Die Gewinner:in erhält die Punktzahl gemäß Anzahl der teilnehmenden Spieler:innen (d.h. bei 5 TN entsprechend 5 Punkte), der:die Zweite einen Punkt weniger, etc. sodass der: die Letzte immerhin noch einen Punkt erhält und niemand leer ausgeht. Die Punkte werden auf der individuellen Ergebniskarte in der entsprechenden Zeile der Tabelle notiert.
- Nach mehreren Spielen (je nach zur Verfügung stehender Zeit) erfolgt die Gesamtauswertung, bei der neben den in den Spielen erzielten Punkten auch die Klebepunkte berücksichtigt werden und zu Bonus- bzw. Maluspunkten führen. Es gewinnt der:die Schüler:in mit den meisten Punkten auf der Ergebniskarte.
Variante: Mehrsprachige Kartenspiele
Die Lehrkraft kann am jeweiligen Tisch nicht nur die Nutzung der Fremdsprache einfordern, sondern auch, dass die Schüler:innen in ihrer Erstprache oder in einer weiteren in der Schule erlernten Sprache kommunizieren müssen. Bei der mehrsprachigen Variante ist besonders reizvoll, dass sich die Lernenden trotz möglicherweise unterschiedlicher Sprachen miteinander verständigen müssen, zur Not mit Händen und Füßen.
Viel Spaß beim Spielen und gut Blatt!